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Karlfried Graf Dürckheim

Oktober 31st, 2008 · Keine Kommentare

Karl Friedrich Alfred Heinrich Ferdinand Maria Graf Eckbrecht von Dürckheim-Montmartin (* 24. Oktober 1896 in München; † 28. Dezember 1988 in Todtmoos im Schwarzwald) war ein deutscher Diplomat, Psychotherapeut und Zen-Lehrer.

Nach dem Krieg entwickelte Dürckheim seine initiatische Therapie. In dieser Therapieform verschmolz er mehrere psychologische Richtungen. Zum einen zeigt er sich hierin beeinflusst von der Tiefenpsychologie (Dürckheim absolvierte seine Lehranalyse bei einem Schüler von Alfred Adler), insbesondere der analytischen Psychologie von C.G. Jung. Allerdings ist Dürckheim in seiner therapeutischen Praxis sehr viel leibbezogener als Jung, womit er die durch Wilhelm Reich in der Neopsychoanalyse vollzogene Hinwendung einer Auflösung seelisch bedingter leiblicher Verspannungen mittels körpertherapeutischer Verfahren nachvollzieht. Als zweite Quelle fließen Anteile seiner ganzheitspsychologischen Ausbildung in diese Richtung mit ein. Er ähnelt in diesem Bemühen dem Psychologen Fritz Perls mit seiner Gestalttherapie. Wie bereits in der analytischen Psychologie Jungs und im Psychodrama von Jakob Levy Moreno baut Dürckheim auch Elemente der bildenden Kunst (Tonerdearbeit, Tuschezeichnungen) und Dramatik (Rollenspiele) in seine Therapieform mit ein. Abgesehen von diesen psychologischen Quellen ab soll Dürckheim in der Ausformung seiner intiatischen Therapie allerdings auch vom italienischen Philosophen und Vordenker des Faschismus Julius Evola beeinflusst worden sein.

Gemeinsam mit Maria Hippius baute er seine initiatische Therapie zu einem eigenen Therapiekonzept aus. Infolge des großen Zuspruchs zu seiner Arbeit errichtete er zusammen mit Hippius in Rütte bei Todtmoos im Schwarzwald die „Existentialpsychologische Bildungs- und Begegnungsstätte“. Gleichzeitig begann er eine rege Publikationstätigkeit zum Zen. Allerdings ist diese nicht unumstritten: der Japanologe Achim Seidl, der gemeinsam mit Dürckheim ein Buch verfassen sollte, warf ihm vor, dass seine abgehobene Sprache kaum noch etwas mit der Einfachheit des Zen zu tun habe.

Tags: Lexikon (der SelbstAkademie)