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Das Hohelied der Liebe (1. Korinther, 13)

Januar 13th, 2009 · Keine Kommentare

 Wenn ich mit Menschen- und Engelszungen redete, hätte aber die Liebe nicht,
so wäre ich nur ein tönendes Erz oder eine gellende Zimbel.Und wenn ich die Prophetengabe hätte und alle Geheimnisse durchschaute und
alle Erkenntnis besäße, und wenn ich allen Glauben hätte, so daß ich Berge versetzte,
hätte aber die Liebe nicht, so wäre ich nichts.

Und wenn ich meinen ganzen Besitz den Armen zuteilte und wenn ich meinen Leib den Flammen preisgäbe, hätte aber die Liebe nicht, so nützte es mir nichts.

Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig, die Liebe ist nicht eifersüchtig. Sie prahlt nicht, überhebt sich nicht, sie handelt nicht unschicklich, sucht nicht das Ihre, kennt keine Erbitterung, trägt das Böse nicht nach.

Am Unrecht hat sie kein Gefallen, freut sich aber an der Wahrheit.
Alles erträgt sie, alles glaubt sie, alles erhofft sie, alles erduldet sie.

Die Liebe hört niemals auf; Prophetengaben verschwinden, Sprachengaben hören auf, Erkenntnis vergeht.

Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser Prophezeien.
Kommt aber das Vollkommene, vergeht das Stückwerk.

Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte ich wie ein Kind, urteilte ich wie ein Kind. Als ich ein Mann geworden war, legte ich das Kindhafte ab.

Jetzt schauen wir durch einen Spiegel, unklar, dann aber von Angesicht zu Angesicht.
Noch ist mein Erkennen Stückwerk, dann aber werde ich erkennen, wie auch ich erkannt worden bin.

Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei. Am höchsten aber steht die Liebe

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